„Ein Abend, eine hochkarätige Jury, 5 Preise, 11 Filme & alle Filmgenres!“
Durch diesen Satz lässt sich das XXS11 zwar im Kern signifizieren, aber keineswegs zusammenfassen, denn erst die glücklichen Gesichter der Besucher machten das Event vollkommen. Obwohl der Sektempfang offiziell um 19.00 beginnen sollte, wurde das Schauspielhaus bereits ab 18.30 von aufgeregten Filmcrews und anderen Besuchern, die den Beginn kaum erwarten konnten, heimgesucht. Schnell füllte sich das Foyer und der Vorhof des Schauspielhauses mit kleinen Grüppchen die sich in Konversationen vertieften. Gesprächsthemen gab es genug, denn selbst die „Stammbesucher“ des XXS waren sehr gespannt auf das neue zuhause des Festivals.
Durch den zweiten theatralischen „Dong“ wurde der Veranstaltungsbeginn angekündigt und promt füllten die Besucher auch fast alle der gesamten 450 zur Verfügung stehenden Plätze des Schauspielsaals. Nach einer herzlichen Begrüßung des Publikums durch das Moderatorenduo (Lukas Klumpe/ David Flaßkamp), stellte sich die diesjährige Jury bestehend aus den Schauspielern Markus Knüfken, Wilson Gonzalez Ochsenknecht und Katy Karrenbauer, sowie Schauspielintendant Kay Voges und Regisseur Jörg Buttgereit vor. Außerdem hielten Inez Koestel, Direktorin der WAM die Medienakademie, und Ullrich Sierau, Oberbürgermeister und Schirmherr des Kurzfilmfestivals, eine kurze Ansprache.
Der Startschuss für den Gefühlsmarathon war somit gefallen: Von rührenden Dramen, nervenaufreibenen Thrillern bis komischen Zeichentrickfilmen – die komplette Genre- und Gefühlspalette wurde durch die elf besten Filme abgedeckt. Und trotz der Tatsache, dass das Programm über vier Zeitstunden andauerte, wurde fleißig mitgefiebert und applaudiert. Sogar nach dem Abspielen des letzten Films, stieg die Spannungskurve erneut, denn dann ging es an die Preisverleihung.
Besonders beeindruckt zeigte sich die Jury von Lena Libertas Kurzfilm namens „Wie ein Fremder“, dessen „liebevoller Charme“ ihr zu dem „kleinen Filmpreis“ in Gold verholfen hat. Den „kleinen Filmpreis“ in Silber konnte der Regisseur Conrad Tambour für seinen Animationsfilm „Der Besuch“ mit nach Hause nehmen, weil nicht nur die Qualität sondern auch die Charaktere der „Hauptdarsteller“ gelungen und einmalig gestaltet worden sind. Filmemacherin Anne Zhora Berrached bekam für ihr filmisches Werk „Die wundersame Auferstehung der Elle Hansemüller“ den „kleinen Filmpreis“ in Bronze überreicht – insbesondere für ihren „Mut, Frauen so zu zeigen, wie sie eigentlich nicht gezeigt werden möchten“. Auch das Publikum hatte die Möglichkeit durch eine Abstimmung ihren Gewinner des Abends zu küren: Den traditionellen „Publikumspreis“ bekam der Kurzfilm „Souterrain“ unter der Regie von Erwin Häcker, der mit der Wahl der Besucher „sehr überrascht“ worden ist.
Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Organisation Amnesty International wurde als fünfter und letzter Preis der „XXS Filmpreis für Menschenrechte“ mit einem Preisgeld in Höhe von 1000 Euro an den Kurzfilm „Raju“ von Max Zähle verliehen.
Nach der Preisverleihung, gegen 00.30, leerte sich der Saal allmählich, um den Durst auf der Aftershowparty zu stillen, die Diskussionen über den Lieblingsfilm im Foyer fortzuführen oder einfach etwas frische Luft zu schnappen. Die Räumlichkeiten des Schauspielsaals ließen keinen Wunsch offen, sodass viele Filmfreunde den Abend entspannt ausklingen lassen konnten. Für die richtige Stimmung im „Instutut“ sorgte ein Dj, der die Musikwünsche des Publikums besonders berücksichtigt hat damit die Party noch bis in die frühen Morgenstunden andauern konnte. Selbst die Jury und das Personal des Schauspielhauses feierte zusammen mit dem Team und den Gewinnern den erfolgreichen Abend des XXS11.
In Kürze werden die schönsten Fotos des Abends unter "Bildergalerie" zu sehen sein.











